04.11.2017: Impressionen der Feuerwehrübung am Rathaus Denzlingen

Schneller Einsatz beim Rathausbrand [Quelle: BZ-Online v. 06.11.2017]

Denzlinger Feuerwehr übte zusammen mit dem DRK für den Ernstfall / Rauch gefährdet nicht nur Menschen, sondern auch Archivalien

DENZLINGEN. Um 15.55 Uhr geht der Notruf bei der Integrierten Leitstelle in Emmendingen ein. Ein Kellerbrand sei im Denzlinger Rathaus ausgebrochen, gerechnet werde mit drei Verletzten. Mit vier Feuerwehrautos und zwei Rettungswagen rücken Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz aus. Am Rathaus der Gemeinde haben sich unterdessen schon viele Zuschauer versammelt. Sie wollen mitbekommen, wie die Rettungskräfte die anstehende Hauptübung meistern.

Sechs bis zehn Minuten dauere es von der Verständigung der Leitstelle bis zum Eintreffen der Feuerwehr im Durchschnitt, erklärt Martin Schlegel, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Denzlingen. Er erläutert an diesem Samstagnachmittag den versammelten Zuschauern über das Mikrofon die Geschehnisse. Viele große und kleine Zuschauer haben die Signale der ausrückenden Feuerwehrfahrzeuge angelockt. Während drinnen die Rettungsarbeiten vonstattengehen, spielen auf dem Rathausplatz die kleinen Zuschauer unter der Aufsicht ihrer Eltern und haben zugleich die Möglichkeit, bei einem Einsatz ganz nah dabei zu sein. Die Feuerwehrautos erfreuen sich großer Beliebtheit und auch die große Drehleiter steht schon direkt nach ihrem ersten Einsatz im Zentrum des Interesses der kleinen Zuschauer.

Übung ging von einem Brand im Rathauskeller aus

Knapp zwanzig Minuten dauert die Rettung der drei Verletzten und das Löschen des angenommenen Brandes unter Einsatzleitung von Christian Schlenck. Wirklich gebrannt habe es im Rathaus bisher noch nie, so Martin Schlegel. Der Großteil der Übung spielte sich im Inneren des Rathauses ab. „Man hat nicht viel gesehen, aber die Übungen sind trotzdem wichtig“, befindet Schlegel. Vor allem die Örtlichkeiten sollen die Retter dadurch kennenlernen – bei einem Notfall kann dies lebensrettend sein.

Neben Menschenleben gibt es auch viele Räume und Dinge im Rathaus, die geschützt werden müssten: In den Archiven kann schon etwas Rauch großen Schaden anrichten, so dass vor allem die schnelle und gute Belüftung wichtig für die Übenden gewesen war.

„Vor vier Wochen hatten wir erst einen Kellerbrand in Denzlingen“, berichtet Martin Schlegel, der zufrieden mit der Arbeit seiner Feuerwehrleute war. Der Brand war damals in einem Wohnblock mit über 60 Bewohnern ausgebrochen, doch durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr war Schlimmeres verhindert worden. Für den Kommandanten ist dies auch ein Zeichen, dass die vielen Übungen anschlagen. Von diesen gibt es über 60 Stück im Jahr, die meisten sind längst nicht so groß aufgezogen, wie die am vergangenen Samstag. Häufig handelt es sich nur um spezielles Training, etwa um die Drehleiter zu testen. Dieses permanente Üben ist wichtig, denn über 170 Einsätze hatte die Feuerwehr dieses Jahr bereits.

Was den Nachwuchs angeht, ist Martin Schlegel guter Dinge: Circa zwanzig Jugendliche sind derzeit Teil der Jugendfeuerwehr. Es könnten natürlich immer noch ein paar mehr sein, betont Schlegel, dass man sich jederzeit über Neuzugänge freue.