06.05.2018: Tag des Helfers am Rettungszentrum

Hand in Hand zu Hilfe kommen

Von Markus Zimmermann

Di, 08. Mai 2018

 

Beim Tag des Helfers in Denzlingen zeigen Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz, wie sie beim Notfall zusammenarbeiten.Feuerwehr und Rotes Kreuz demonstriert...tung einer verletzten Fahrzeuginsassin  | Foto: Markus Zimmermann 

Feuerwehr und Rotes Kreuz demonstrierten eindrucksvoll das Zusammenspiel bei der Rettung einer verletzten Fahrzeuginsassin Foto: Markus Zimmermann

DENZLINGEN. Es ist warm auf dem sonnenbeschienen Platz neben dem Denzlinger Rettungszentrum und doch haben sich viele Gäste eingefunden, als am Sonntag die Helfer von Feuerwehr und Rotem Kreuz gemeinsam zeigen, wie eine Person aus einem verunglückten Fahrzeug geborgen wird. Nicht Geschwindigkeit steht dabei im Vordergrund, sondern das präzise Vorgehen – Hand in Hand und Schritt für Schritt.

„Wir könnten auch schneller, wenn uns die Helfer des DRK sagen, dass Eile geboten ist“, erklärt der stellvertretende Feuerwehrkommandant Christian Schenk den Zuschauern. In diesem Fall jedoch scheint das behutsame Vorgehen eher angebracht und so werden Spreizer und Schere bedächtig und sehr zielgerichtet eingesetzt, werden die Fahrzeugtüren ausgebrochen, das Dach entfernt und zu guter Letzt der Fußraum deutlich sichtbar aufgedehnt. Auch ohne den Druck des Erstfalls eine erkennbar schweißtreibende Aktion.

Die Übung, bei der der ausgemusterte Polo der Gemeindeverwaltung endgültig den Rest bekommt und zum Cabrio wird, ist die Hauptattraktion beim „Tag des Helfers“. Ein Thementag, den es seit dem Bezug des gemeinsamen Rettungszentrums 2012 gibt. „Die Idee ist, dass sowohl das Rote Kreuz als auch die Feuerwehr ihre Arbeit vorstellen, zeigen, was sie ehrenamtlich leisten und welche Möglichkeiten es gibt, sich dabei einzubringen“, erklärt Denis Deiser. Der stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins betont, auch wenn sich die Wehr deutlich zurückhaltender präsentiere als bei ihrem „Tag der offenen Tür“ im Herbst, dass es nicht darum gehe, nur die Arbeit des Roten Kreuzes vorzustellen. „So wie bei den Übungen und Einsätzen geht es auch hier um ein Miteinander“, hebt er hervor. Gemeinsames Auftreten vermittle einen positiven Eindruck.

Genau um diesen guten Eindruck, um die Werbung für das Engagement bei den Hilfsorganisationen geht es. „In den zurückliegenden Jahren können wir diesbezüglich eine gute Bilanz ziehen“, betont Deiser. Jedes Jahr seit 2015 haben jeweils fünf neue Mitglieder den Weg zum DRK gefunden, was zur Stärkung des Kreises der Aktiven geführt habe. Die leisten vor allem Sanitätsdienst bei den sportlichen und kulturellen Veranstaltungen im Ort, sind aber auch zur Unterstützung des Rettungsdienstes im Ort und in der Region immer rufbereit.

Parallel zur Gewinnung erwachsener Mitglieder spiele auch die Jugendarbeit eine große Rolle bei der langfristigen Sicherstellung einer dienstfähigen Truppe. „Jugendliche, die Interesse zeigen, gibt es genug, jedoch fehlt es an Jugendgruppenleitern“, erklärt Deiser die aktuelle Problematik. Das DRK müsse diesbezüglich, wie viele Organisationen und Vereine, damit leben, dass gute Leiter zur Ausbildung oder zum Studium wegzögen. „Es hängt wie immer an den handelnden Personen“, erklärt er und hebt dabei hervor, dass Ehrenamtliche nie überfordert werden dürfen. Sehr erfreut sei er über eine engagierte Lehrerin, die am Bildungszentrum den Schulsanitätsdienst betreue. Dieser sei auch eine Einstiegstür für den Nachwuchs, weshalb der Ortsverein eng mit der Schul-AG kooperiere.

 [Quelle: BZ-Online v. 08.05.2018]